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Posts Tagged ‘Puter’

Dieses Jahr fand das Familientreffen zu Thanksgiving bereits am letzten Oktoberwochenende statt. Ich hatte dazu mein Erfolgsmenü vom letzten Jahr erneut nachgebaut und diesmal sogar noch mehr Applaus geerntet; die Brine gibt einfach tollen Geschmack an’s Fleisch und läßt es kaum austrocknen.
Nachdem ich nun schon zweimal die Pute auf der Turkeycannon gegrillt habe, gibt es 2011 den ersten Truter vom Drehspieß. Ich bin jetzt schon gespannt wie ein Flitzebogen…
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Putenunterkeule ist ja sagenhaft preiswert! Das muss wohl daran liegen, dass die Kundschaft nach Putenbrust verlangt und jede Pute nur 1 Brust, wohl aber 2 Beine hat! Wohin also mit den Keulen? 😉
Zum Beispiel in meinen Einkaufskorb, am besten gleich 2, denn auf einem Bein kann man nicht stehen.
Die Keulen leicht ölen und mit Prudhomme’s Poultry Magic rubben.
Den Smokenator mit Wasserwanne aufheizen und die Kugel (mit beiden Vents offen) auf 140°C einfahren. Die Keulen auflegen.
Nach einer Stunde des Smokens mit Mequite-Chips und einer GT von konstant 140°C liegt die KT bereits bei 54°C.
Nach zweieinhalb Stunden ist die Zieltemperatur von 77°C erreicht. Die Keulen kommen in eine Schale mit Jehova bedeckt in die Röhre bei 70°C für 15 Minuten zum Entspannen. Dann raus damit!
Anschnitt! Hui, schön saftig!
Als Beilagen gab’s Letscho nach meinem Rezept sowie Erbsen in Butter.
Für dem Ribber sein Letscho:
Eine Gemüsezwiebel häuten, vierteln und in schmale Streifen schneiden. In Olivenöl andünsten. Chiliflocken und sechs gehackte Knoblauchzehen einrühren. Eine Paprikaampel waschen, putzen, vierteln und in schmale Streifen schneiden und einrühren. Salzen und zuckern, verrühren und auf hoher Flamme anbraten. Mit Rotwein ablöschen, einreduzieren und mit einer großen Dose Dosentomaten (gesäubert, ohne Strünke) samt Saft aufgießen. Auf kleiner Flamme köcheln bis eine sämige Konsistenz erreicht ist.
Fazit: Naja, achnee, nicht wirklich meins. Ich hatte dank meiner spontanen Idee zur Vergrillung keine Zeit, die Keulen in einer Brine ziehen oder den Rub über 24 Stunden einwirken zu lassen. Kann daran gelegen haben. Hähnchenfleisch schmeckt mir aber generell besser als Putenfleisch und wenn schon Truthahn, dann das Brustfleisch von meinem Gebrinten, den es dieses Jahr zu Thanksgiving wieder geben wird. 😉
 

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Hilfe, der Sturm hat mir einen Riesenvogel auf den Tisch geweht!!!
Was für ein Gigant, ganze siebeneinhalb Kilo schwer, sowas hab ich noch nie zuvor gesehen.
Klasse, ich hab im Keller sogar eine passende Form gefunden, in der ich den Puter brinen kann! Und sie paßt sogar in den Kühlschrank, gottseidank.
Die Brine habe ich frei nach einem Rezept von der WeberVirtualBullet-Seite gemacht: Apple Brine For Turkey
750g braunen Zucker und
10 EL Salz in
3 Liter Apfelsaft verrühren
und kurz unter Rühren aufkochen.
So lösen sich Zucker und Salz auf. Den Pott mit der Lorke runterkühlen!
Ein großes Stück Ingwer ungeschält in feine Scheibchen schneiden. 8 große Knoblauchzehen schälen und mit dem Handballen anquetschen. Beides zum Truthahn in die Wanne geben.
20 Nelken und 10 Lorbeerblätter hinzu geben. Die Apfel-Lorke über den Truthahn geben.
5 Bioorangen vierteln und mit den Händen zum Truthahn pressen, die Schalen dazu geben. Mit 3 Litern Apfelsaft und 8 Litern Wasser auffüllen. Leicht verrühren. Fertig.
Ich hoffe, das wird was… Turkey auf Schleichfahrt!
Boah, wat schwer, die Wanne in den Kelle zu schleppen und in den Kühlschrank zu stellen.
Nach 24 Stunden muß der Puter aus der Brine.
Dann wird er sorgfältig gesäubert und von Innen und Außen gewissenhaft getrocknet.
Bis morgen kommt er zurück in den Kühlschrank, um dort weiter zu trocknen. Das gibt nachher eine knusprige Haut!
Schonmal das Gerät für morgen bereit stellen…
Ja was ist das denn?
Hehe, die Turkey Cannon ist bereit für die Aufnahme der „Munition“!
Zum Setup: Zwei jehovaummantelte Ziegel auf dem Kohlenrost sorgen für die notwendige Erhöhung für den Truter.
Der Smokenator wird voll befüllt und OHNE Wasserwanne auf 180°C eingeregelt.
Jetzt den Puter (der seit 2 Stunden Zimmertemperatur nimmt) leicht mit Sonnenblumenöl massieren, pfeffern und salzen…
…und DANN GEHT ES LOS! Die erste Stunde wird mit Hickory gesmoked.
Nach einer Stunde: Boah, das Ding macht mich fettich! Temperaturkapriolen ohne Ende! Dabei hab‘ ich ein Thermometer in der Brust und eins in der Keule, beide meldeten nach 1,25 Stunden bereits Vollzug! 80°C im Bollen und 74°C in der Brust. Also mit dem Weber aus der Westentasche nachgepiekst, alles gelogen! Neue Einstichstellen gesucht und gefunden, 70°C im Bollen und 54 °C in der Brust, ich werd‘ narrisch…
Den Vogel wenden.
Nach 3 Stunden: Der Truter war so was von saftig, die Brine bringt’s! 3 Stunden in der Kugel (die erste Stunde mit Hickory gesmoked), 45 Minuten bei 70°C im Backofen zum Ruhen.
Schwiegermutter hat ihn fachfraulich zerlegt („Laß mich mal!“).
Dazu gab es eine Cranberry-Sauce, Rotkohl, Sellerie-Kartoffelpüree und Erbsen/Möhren in Butter.
Ich futter erstmal die harten Ende der Brüste.
Dann ein zartes, saftiges Stück aus der Mitte der Brust, der Hammer!
Schwager E. legt Wert darauf hinzuweisen, dass dies sein Teller war. 😉
Es war soooo geil, die Familie war begeistert, nächstes Jahr gibt’s das wieder!

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